Hitzeschlacht in Grimma –
Leipziger Triathleten trotz Personalmangel gut unterwegs
35° C im Schatten machen Muldentaltriathlon zur Tortur
Pressemitteilung Leipzig, 11.07.2010
Jörg Weise
Die siebte Auflage des Muldentaltriathlons fand unter extremen Bedingungen, mit Lufttemperaturen von weit über 30 ° C und 26 °C Wassertemperatur, statt – trotzdem wagten sich rund 700 Starterinnen und Starter in verschiedenen Distanzen in die Fluten der Mulde. Auch die Bundesligisten vom Stadtwerke Leipzig Triathlon-Team Mitteldeutschland bewältigten die Olympische Distanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen.
Kaum zu glauben, da warnen doch alle Meteorologen und Radiomoderatoren vor der großen Hitze und raten „Bleiben Sie am besten zu Hause und treiben Sie bloß keinen Sport!“ – doch das scheint die Triathleten in Mitteldeutschland nicht weiter zu interessieren und so gingen die Jungs vom Bundesliga-Team der Stadtwerke Leipzig, pünktlich zur Mittagshitze um elf Uhr, auf die knapp zwei Stunden dauernde Wettkampftortur durch das Muldental. Dabei mussten Sie durch verletzungsbedingte Ausfälle nur zu viert starten, dass hieß also alle mussten durchkommen. Mit 1500 Metern, die nicht von allen komplett geschwommen, sondern durch eine Sprinteinlage am flachen Ufer unterbrochen wurden, begann die Reise. Die Favoriten aus Potsdam kamen wie gewohnt als Erster, allen voran der Leipziger Christian Otto, aus dem Wasser und dominierten gemeinsam mit den 2. Mannschaften der Topteams aus Witten und Buschhütten das Renngeschehen. Die profilierte Radstrecke selektierte schnell drei große Gruppen – die Jungs des Stadtwerke Teams hielten sich dabei fast geschlossen in der zweiten Gruppe und lagen somit unter den Top 30. Die Veranstalter zeigten Erfindergeist und richteten „Duschen“ auf der Radstrecke ein, um die Hitze etwas erträglicher zu machen. Christian Otto, der nur in der Bundesliga nicht für das Mitteldeutsche Triathlon-Team startet, zeigte dann beim abschließenden Laufen seine derzeitig starke Form und landet am Ende auf dem dritten Platz hinter Eike Pupkes aus Bonn und Jan Bruns aus Hildesheim. Die Laufstrecke wurde indes für alle zur Hitzeschlacht. In praller Sonne mussten 6 Runden a 1,6 km absolviert werden. Leider waren die Kampfrichter der Deutschen Triathlon Union nicht ganz so erfinderisch wie die Veranstalter und gestatteten kein Zureichen von Wasser außerhalb der offiziellen Verpflegungsstellen und drohten sogar mit Disqualifikation bei Missachtung - angesichts der äußeren Bedingungen eine untragbare Entscheidung, die auf Kosten der Gesundheit der Athleten ging. Nichts desto trotz kämpften sich die Männer vom Mitteldeutschen Triathlon-Team wacker durch und landeten mit Christian Rudolf (18. Platz), Raik Recksiedler (21. Platz), Martin Eichler (35. Platz) und Sven Teuscher (69. Platz) im guten Mittelfeld der Elite-Athleten. Insgesamt ergab das den 8. Gesamtplatz.